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Am 17.2. eröffneten wir eine Reihe von Betriebsbesichtigungen mit dem Besuch des Pharmaherstellers Ursapharm in Saarbrücken/Bübingen. Die Besuchs-Reihe läuft unter dem Titel "Innovativ arbeitende Unternehmen in der Region" und hier muss sich das mittelständische Pharmaunternehmen aus dem Saarland nicht verstecken, wie wir im Laufe der Besichtigung feststellen konnten. Gerade im Bereich Opthalmika, also Zubereitungen zur Anwendung am Auge, kann Ursapharm mit den großen Namen der Branche in einem Atemzug genannt werden. Vor allem das eigens entwickelte COMOD-System, das es erlaubt Augentropfen unkonserviert in Mehrdosenbehältnissen abzufüllen, erfreut sich großer Beliebtheit. So füllt Ursapharm auch als Lohnhersteller Augentropfen für andere Unternehmen ab. Zu Anfang kamen wir in den Genuss eines sehr interessanten Vortrages von Frau Groß aus der medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung des Unternehmens über das COMOD-System. Zuerst wurde uns hierbei erläutert, wie wichtig Sterilität für Arzneiformen zur Anwendung am Auge ist. Beim COMOD-System handelt es sich um ein Mehrdosenbehältnis für Augentropfen, bei dem diese, durch ein ausgeklügeltes Ventilsystem, nie in Kontakt mit der Außenluft kommen. Damit wird ein Eindringen von Keimen verhindert und man erreicht, dass der Zubereitung keine Konservierungsmittel zugesetzt werden müssen und diese trotzdem steril bleibt. Um ganz sicher zu gehen, dass kein Keim das Innere der Flasche erreicht, sind einige Bauteile versilbert und somit antibakteriell. Unkonservierte, flüssige Arzneiformen zur ophtalmischen Anwendungen konnten vor der Entwicklung des COMOD-Systems nur in Einmaldosenbehältnissen abgefüllt werden, wobei der Materialeinsatz wesentlich höher ist und eine beträchlich höhere Menge Verpackungsabfall anfällt. 
 Im Anschluss zeigte uns Herr Dr. Tätz, nach einer kurzen Verkleidung (trotz Aschermittwoch ), eine Produktionsstraße für die Herstellung flüssiger Arzneiformen. Alle Vorgänge, von der Herstellung der Lösung bis zum falten des Beipackzettels und der endgültigen Verpackung des Produktes, erfolgen hier in einer Prozesskette. Die Substanzen werden eingewogen und anschließend im vorgelegten Lösungsmittel gelöst. Die fertige Lösung gelangt nun über Rohrleitungen in die Abfüllanlage. Auf diesem Weg wird sie durch Sterilfilter gepresst und somit von evtl. enthaltenen Keimen befreit. In der Abfüllanlage wird die sterile Lösung in die vorsterilisierten Flaschen abgefüllt und diese verschlossen. Anschließend erfolgt die Konfektionierung. 
Unsere Exkursion endete in einem geselligen (und natürlich überaus leckeren) Mittagessen, bei dem Herr Dr. Tätz noch ungeklärte Fragen beantwortete. Fazit: Wir waren sehr beeindruckt vom Aufwand den es braucht, um eine sterile Lösung herzustellen und auch so zu konfektionieren, dass sie über ihre gesamte Lebensdauer hinweg steril bleibt und werden uns bei der nächsten Anwendung von Augentropfen sicher daran erinnern. Es war sehr interessant die direkte Umsetzung in der Praxis zu sehen, nachdem die Theorie im Vorfeld beleuchtet wurde. Alles in Allem ein sehr gelungener Auftakt unserer Exkursionsreihe. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Frau Groß und Herrn Dr. Tätz, die uns sehr engagiert und freundlich einen Einblick in ihr Unternehmen gewährt haben. |